Dienstag, 30. August 2011


Ausflug nach Xitang, einer Stadt außerhalb von Shanghai, ca. 1 Stunde entfernt mit dem Bus. Es war so heiß dort, der Schweiß hat nach einer Stunde das gesamte T-Shirt eingenommen und auch nicht mehr gehen lassen.
Michelle, eine Freundin die uns hilft uns ein wenig besser in Shanghai zurechtzufinden und die auch im Unternehmen arbeitet, hat uns kurzerhand einen Tagestrip inklusive spuckendem Busfahrer und Mittagessen an einem runden Tisch mit 10 Chinesen gebucht. Zum Glück konnte der anwesende Mönch die Spannung, die am Tisch herrschte, etwas auflockern. Sonst hätte ich wohl noch weniger runtergebracht. War aber eine Erfahrung. Muss man aber nicht öfter als einmal haben. Die Leute sind dann aber auf dem gemeinsamen Boottrip über das Wasser etwas zugänglicher geworden. War wohl allgemeine Schüchternheit auf beiden Seiten. =)

Insgesamt recht nett, ist aber ein Touristenhort der ohne Besucher nicht überlebensfähig wäre. Überall Imbissstände und Glumpert zu kaufen. Braucht kein Mensch. Man muss ein wenig an dem ganzen Blödsinn vorbeisehen, um den Rest an Schönheit zu finden, der da drin steckt. Und schwimmen muss man in dem Gewässer eher auch nicht - auch, wenn wir ein paar Fischer gesehen haben. Die Temperatur, das stillstehende Gewässer und die Leute, die so gut wie alles darin Waschen - ein Todesurteil für den europäischen Magen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mal so sicher, ob unsere Haut das aushält.


Da wir in letzter Zeit etwas Magen-Darm-Probleme hatten und dementsprechend fertig waren, haben wir keine weiteren Ausflüge unternommen. Stattdessen sind wir die letzten zwei Wochenenden (neben einem gemeinsamen Volleyballtournier mit dem Unternehmen in dem mein Team die Goldmedaille und 10.000 Yuan gewonnen hat - war ein gutes Gefühl mal im Team eine sportliche Leistung zu erbringen und etwas zu gewinnen. Das hatte ich das letzte mal als ich... war das erste Mal. Tolles Team, toller Tag, tolle Leute. Habe zwar bis zum Finale nicht gewusst, dass es um Geld geht, finde es aber im Nachhinein auch etwas bedenklich. Sieht immer doof aus, wenn das Team gewinnt, in dem zufällig die Ausländer sind. Robberts Team hat den zweiten Platz gemacht. *gg*) in die nächstbeste Ubahn eingestiegen und einfach mal Richtung Westen und Osten gefahren und haben die Gegend erkundet. An zwei verschiedenen Wochenenden, versteht sich. Man fährt eine Weile.
Das Bild zeigt jedenfalls eine dieser Stationen am Rand von Shanghai. Leere. Wenn man ans Tageslicht geht, erkennt man aber schnell, wie das Wachstum in China aussieht. Überall Kräne, überall neue Gebäude und Gebäude im Bau.


Das ist ganz in der Nähe von uns in "Chinatown", wie Robbert und ich es nennen. Ich habe keine Ahnung, wie's wirklich heißt. Es ist jedenfalls ein Touristenviertel in dem alles in etwa so aussieht, wie auf dem Foto. Daneben gibts noch einen Gehweg mit einem künstlichen Gewässer und einen Park, in dem wir aber nicht waren. Außerdem kann man jede Menge fei4liao4 (für meine Chinesisch-lernenden Mitleser, es ist Müll, Gerümpel) kaufen und recht preiswert und gut essen. Die Speisekarten sind aber nicht überall auf English und durchprobieren könnte Nerven und Gallenflüssigkeit kosten.

Sonntag, 21. August 2011


Aussicht vom 100sten Stockwerk unseres Office-Towers. Mit 480 Metern der höchste in China. Allerdings nur bis in ein paar Jahren, dann steht direkt gegenüber der nächsthöhere Turm mit 5xx Metern. Das Türmchen geradeaus ist übrigens der "zweithöchste" Turm hier. Ist aber nicht so wichtig. Mit solcherlei Kleinigkeiten sollte man sich nicht zu sehr aufhalten.


Pickpockets haben wir noch keine getroffen. Dafür jede Menge lockere Frauen! Mit einer war ich dann auch was trinken - natürlich mit Vorwissen. Die gute Dame ging mit mir einen Tee trinken und ein paar Früchte essen, wobei sie mir weismachen wollte, dass jeder seinen Teil zahlt. Nachdem sie mir ein Bier aufdrängen wollte, ich mir das Theater nicht länger antun wollte und sie die Rechnung ordern ließ, waren es plötzlich 35 Euro. Es hat sich herausgestellt, dass die Dame tatsächlich, als ich meinen Tee geordert hatte, noch ein paar Extras wie Früchte und Snacks bestellt hat - und es nun mir aufdrängen wollte. Natürlich halten sie einen mit einer kleinen Geschichte ("Ich trainiere mit Ausländern mein English und arbeite in Singapur... hmh") bei Vergnügen. Ich hab sie dann allerdings daran erinnert, dass ich nur meinen Teil zahle und bin dann gegangen. Die Gegenwehr der Bedienung, die natürlich immer eingeweiht und auf Seiten der Scamer ist, hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Die Verwunderung bei den BetrügerInnen war allerdings groß als ich mein Teeglas auch noch mitnehmen wollte. Ich scheine schlechtes Verhalten zu schnell zu adaptieren. Insgesamt jedenfalls eine Erfahrung wert.


It's a Mans World! (zumindest die Herrschaft über die Toiletten scheinen wir noch zu halten. Die letzte Bastion. Wir werden unser Weltreich vom Klo aus wieder aufbauen! Muahaha!) Ich finde, wir sollten überall zwei Toiletten haben. Eine, wenn wir in Gesellschaft gehen, eine, wenn wir das stille Örtchen für uns alleine beanspruchen. Manchmal sind es die kleinen Unterschiede, denen man ein Foto widmen sollte!

Sonntag, 7. August 2011

@Laudi

Da ich seltsamerweise in meinem eigenen Blog keine Kommentare schreiben kann, hier die Antwort auf Deinen ausführlichen Kommentar in einem eigenen Beitrag:

Hey! "Wir" sind Robbert und ich. Robbert ist ein Holländer - wir haben uns vor einem Jahr in Finnland kennengelernt und er macht auch ein Praktikum. Sehr angenehmer Zeitgenosse und ich bin ziemlich glücklich darüber, die Zeit hier nicht alleine zu verbringen. *gg*
Meine Arbeit ist leider weniger unterhaltsam und lehrreich, als ich gehofft hatte. Wir analysieren Produkte von Thomson-Reuters und Bloomberg aufgrund von allem, was im Internet so zu finden ist und nach bester chinesischer Manier wird das Zeug dann nachgemacht. Wer hätte gedacht, dass man in dieser Maschinerie mal mitspielen dürfte. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Chinesischen Makro/Mikroökonomie und suchen nach Reports und Artikeln. Ich verbringe dann schon mal einen Nachmittag, einen dieser Reports, die normalerweise von Banken und Accountingunternehmen geschrieben werden, zusammenzufassen. Insgesamt lerne ich Chinas Ökonomie ziemlich gut kennen und auch über die restlichen Märkte war ich wohl selten so gut informiert. Nur ist das eben alles Selbststudium und Erkenntnisse muss man schon selbst gewinnen. Aber was soll's - auch zu Hause verbringe ich gerne Zeit mit dem, was ich hier tue. Nur zahlt da niemand dafür. :D
Zur Freizeit: Abends gehen wir meistens essen und einen Sprung auf unsere Lieblingsstraßen (siehe Bilder) und am Wochenende unternehmen wir was. Über Xin Tang werde ich auch noch einen kleinen Eintrag schreiben, das war auch ein recht lustiger Sonntag.
Zu den Hemden: Da jeder andere auch schwitzt (wir vlt. ein bisschen mehr), ist es halb so wild. Wir haben eine Waschmaschine im Apartement.
Von der altchinesischen Architektur sieht man leider nicht mehr so viel, zumindest nicht hier. In Xin Tang war das schon anders. Dazu aber bald mehr (hoffentlich *g*)
Ein Stadtviertel gibt's, wir nennen es "Chinatown", das sieht wirklich noch aus wie früher. Fotos hab ich. :D
Zu den Damen: Die einen wollen dein Geld, die anderen sind schüchtern oder mit sich selbst beschäftigt. Ich bin mir nicht so sicher, ob das mit dem Kennenlernen hier was wird, da waren die Hoffnungen wohl zu groß. Dennoch sind die Mädels, wie alle anderen Menschen hier, im Grunde genommen sehr freundlich und hilfsbereit. Dann gibt's hier noch ziemlich viele wunderschöne Halbgöttinnen, aber für die bin ich dann wieder zu schüchtern. *gg*
Zusammenfassung: Es ist wohl weder leichter noch schwerer als bei uns zu Hause - wenn man den Anspruch hat, dass sie nicht auf Geld aus ist und man beim Küssen kein Kondom tragen möchte.
Gou rou haben wir noch keines gegessen (unseres Wissens nach :D), aber Katzen und Schlangen haben wir schon gesehen. Katzen sehen aus wie Karninchen, wenn sie gegrillt sind. *hihi*
Die Gelegenheit, Chinesisch zu sprechen, bietet sich andauernd. Das Problem hierbei: Shanghai hua. Der Slang hier hat nicht mehr viel mit dem Chinesisch zu tun, das wir gelernt haben. Einige Sätze und Worte bringe ich trotzdem an und beim Bestellen des Essens ist das Erlernte ziemlich hilfreich. Im Grunde genommen haben wir aber ziemlich teuer gelernt, das kann man wohl so zusammenfassen. Hier hätte man auch die Gelegenheit zu lernen, und das um Welten günstiger.
Zum politischen/finanziellen: Das ist in China/Shanghai alles abfragbar. Da wird, soweit ich erkennen konnte (wir haben Zugang zur internettechnischen Außenwelt) nichts geblockt/gesperrt.
Ich bin soweit Deiner Meinung: Das vor-sich-herschieben haben wir aber unserem politischen System zu verdanken. Hier hört Demokratie, so wie wir sie im Moment praktizieren, einfach auf, zu funktionieren. Zumindest in Krisenzeiten braucht es keine Kompromisse, sondern gezielte Lösungen, die Ergebnisse erzielen. Politik als Spielplatz kann man dann wieder betreiben, wenn die größten Probleme aus der Welt sind. Zumindest ist es nicht schwer das Gefühl zu bekommen, dass die Politik in Europa/Amerika momentan nur Selbstzweck darstellt. Der eigentliche Sinn - das Lösen von Problemen - ist in deren Repertoire gar nicht enthalten. Gerade im Fall USA, wo das Schuldenlimit insgesamt über 75 mal erhöht wurde und nie gesenkt wurde - wobei das Schuldenlimit ohnehin eine Perversion darstellt, da es immer dann angehoben werden muss, wenn man beim Beschluss des Budgets mehr ausgeben wollte, als man Steuereinnahmen hatte - war es doch nicht schwer abzusehen, dass das irgendwann nicht mehr in gewohnter Art funktionieren kann. Man hat ganz einfach Politik auf Kosten der Zukunft betrieben und dasselbe gilt leider auch für Europa - wir wissen auch schon seit Ewigkeiten, dass unser Pensionssystem nicht tragbar ist. Deswegen ändert sich trotzdem nichts.
Politik auf Kosten der zukünftigen Generationen ist aber ohnehin in Mode. In Shanghai sieht man gelegentlich Menschen Aufdrucken auf T-Shirts: Tokyo-Atom. Mit einer lachenden Sonne, soweit ich mich erinnern kann.
SUV's, Verpackungen, Beleuchtungen etc. sind aber gerade in Shanghai sehr in Mode. Statussymbole à la Porsche Cayenne sieht man hier häufig. Dabei fährt das Ding sicher nie mehr als 60. Auch die Mädels haben hier den Tick, den unsere vor etwa 10 Jahen vermehrt hatten. Je dünner desto besser. Oft schon kränklich.
Könnte noch viel schreiben, aber wir werden ohnehin in den nächsten Tagen/Wochen sehen, wie das Finanzthema zu verstehen ist. Noch so eine Woche und die Finanzakteure werden sich anpinkeln vor Angst. :D
Bis dann und liebe Grüße aus Shanghai,
Paike

Samstag, 6. August 2011

Stormy Weathers

An einem Wochenende waren wir mit der (sehr jungen) Belegschaft des Unternehmens Fußballspielen, an einem anderen spielten wir Snooker, Lasergame und gingen dann abends gemeinsam Essen. Dieses Wochenende ist nichts geplant. Wieso? Ein Sturm zieht gerade Richtung Shanghai, bzw. hoffentlich  knapp daran vorbei, und  alle ziehen es vor, in den eigenen vier Wänden zu bleiben.
In meinem Fall würde das aber auch nichts ändern, weil ich mir nämlich, vermutlich im Großraumbüro, in dem es vor mir schon einige erwischt hat, einen grippalen Infekt geholt habe. Dazu noch die Wetterbedingungen und mein Wochenende ist nur mit Thomapyrin erträglich.
Immerhin kann mich später niemand für diese unleserlichen Zeilen verantwortlich machen - ich schreibe schließlich im Fieberwahn. *gg*

Shanghai ist immer noch beeindruckend. Unser Apartment liegt ziemlich zentral und wir sind nicht weit von den schönsten Tourist-locations entfernt. Eine davon ist "The Bund", ein elendlanger Gehweg am Flussufer, auf der Westseite die Gebäude aus vergangenen Zeiten mit Stileinflüssen von Europa und wasweißichwoher und auf der Ostseite die unzähligen, himmelhohen Gebäude, die Shanghai in den letzten zwei Jahrzehnten zu dem gemacht haben, was es heute ist: Eine gewaltige Stadt von 23 Millionen Einwohnern und klimatisierter Riesengebäude.
Die zweite Location, die wir so gut wie jeden Tag aufsuchen, ist ein Abschnitt der Remin Road in der Nähe des People's Square (sowas wie ein Park). Obwohl wir die ewigen Verkaufsversuche
"Watchurback" = Watch or Bag (man erschreckt ziemlich, wenn man's das erste Mal hört)
"Wanna Massage?" - "No" - "Ladybar?" - "No" - "Sex?!" - "No"
"Wanna Iphone?" - "Iphone 8?" - "Yes!! I have Iphone 9, 10, everything, whatdoyawant?"
mittlerweile leid sind. Daneben gibt's noch die Leute, die einem blinkede Rollerblades für die Schuhe verkaufen wollen, sowie die, die mit den Laserpointern herumfuchteln. Vor denen habe ich persönlich am meisten Angst. Diese Laserpointer würden in Österreich vermutlich als Waffen eingestuft werden. Nachdem ich mich aus Spaß mal mit einem der Verkäufer länger unterhalten durfte und er mir eindrucksvoll die Reichweite demonstrierte - das gute Ding hat den grünen Punkt am hellichten Tag höchst deutlich an die Spitze eines dieser monströsen Türme projeziert als wir selbst noch einige hundert Meter von diesem entfernt standen.

Es gibt hier jedenfalls genügend Touristenfallen und Abzockversuche. Auch einen Mr. Pi haben wir schon kennengelernt, der uns zum Tee ausführen wollte. Daneben gibt es noch die dutzenden (teilweise enorm hübschen) Mädels, die uns nicht nur zum Tee, sondern überall hin folgen würden. Wenn denn das Angebot stimmt. Bezahlter Sex scheint hier jedenfalls so üblich zu sein, wie der Kaffee zum Kuchen in Österreich. Wir erspähen jeden Tag in aller Öffentlichkeit asiatische Mädels, die äußerlich nicht als Prostituierte zu erkennen sind, und sich dann auch mal an die wohlhabend-aussehenden Asiatischen Männer ranmachen. Das alles natürlich unter der Aufsicht der von uns als "Rotschleifen" benannten Securityguards, die an allen Touristenorten stationiert sind und all diese lästigen Leute verscheuchen. Ist wie ein Katz-und-Maus-Spiel. Ernüchternd und unterhaltsam zugleich.

Zu guter Letzt möchte ich, da ich mich tagtäglich mit Neuigkeiten zu den Kapitalmärkten beschäftige und das zur Zeit mal wieder unübersehbar ist, meine 3 Subscriber und alle, die sich sonst noch genötigt und/oder befähigt fühlen, nach ihrer Meinung zu den aktuellen Höchstleistungen unserer Eliten am Kapitalmarkt befragen. Soweit ich sehe, hat dieser Blog eine Kommentarfunktion.
In den USA geht momentan der Slogan "Throw the Bums out!" um. Ich finde, man dürfte diesen auch in Europa und Österreich etablieren. Ich möchte euren Meinungen nicht vorausgreifen, aber die Untätigkeit und Unsicherheit der Politiker in der Schuldendebatte, bzw. der Frage, wie mit Europa und dem Euro nun verfahren werden soll, beginnt langsam aber sicher, sich unangenehm auf unsere Zukunft auszuwirken.
Um keine Entscheidungen zu treffen braucht es auch keine Politiker.
Kommentare sind herzlichst erwünscht. Natürlich auch, falls es Fragen zu Shanghai gibt.

Bis demnächst,
euer Patrick =)


P.S.:
Foto vom "Bund" auf die Hightower der Ostseite des Flusses Huang Pu



Renmin-Road bei Nacht. Klarerweise alles beleuchtet. Licht ist in Shanghai sowieso das A und O. Wozu gibt's denn sonst Atomstrom?!

@Bende: Das Wetter hier ist eine Katastrophe. Heiß und hohe Luftfeuchtigkeit. Zu Mittag geht's von einem Turm in den nächsten und auf diesem Fußweg beginnt einem schon der salzige Saft den Rücken runter zu kriechen. Danach wieder zurück und rein in die klimatisierten Geschäftsräume. Und wenn's regnen kommt, dann plötzlich und wenig vorhersehbar. Am besten nach Chinesen mit Regenschirmen Ausschau halten. :D

Montag, 18. Juli 2011

Zweiter Eintrag =)

Hallo liebe Leser!

Nachdem ich irgendwie per Zufall den ersten Eintrag durchgebracht habe, weigerte sich leider die Chinesische Regierung, einen zweiten zu akzeptieren. Ich schätze, ich bewege mich gerade nicht zur Gänze im grünen Bereich der hiesigen Legislative, aber was soll man machen, wenn man den heimischen Freunden versprochen hat, einen Blog zu schreiben? *gg*

Außerdem gibt's bisher wenig Negatives zu berichten. Es muss natürlich jedem klar sein, dass man sich hier in Shanghai befindet und das nicht China entspricht.Shanghai ist wirklich eine unglaubliche Stadt. So groß, so modern. Und verhältnismäßig unglaublich sauber und ordentlich.

Werde in Kürze wieder was schreiben, muss morgen aber zur Arbeit!

P.S.: Wollte ein Pic uploaden, aber das verkraftet der Proxy nicht mehr. Maybe tomorrow.

Dienstag, 21. Juni 2011

Erstellung des Blogs

Ein erster kurzer Eintrag:

Flug war soweit unspektakulär, bis auf die Kleinigkeit, dass mich die netten Menschen der Lufthansa kostenlos in die Business-Class gesteckt haben. Hat den Flug von Frankfurt nach Shanghai dann ziemlich angenehm gestaltet. :D
Vom Pudong-Flughafen in Shanghai wurde ich dann ins Apartment transportiert und durfte erstmals die Eigenheiten der örtlichen Verkehrsmodalitäten miterleben. Im Grunde genommen ist es wie bei uns und noch etwas einfacher: Wer die größere Kiste hat, hat Vorrang. Daneben gilt es noch, Waffen wie die Hupe und die Lichthupe geschickt einzusetzen um den Gegner (=alle anderen, im Besonderen die, die direkt vor/rechts/links von der eigenen Position sind) einzuschüchtern und ihn zu überholen. Helme sind unnützer Müll und Licht in der Nacht braucht man nicht. Also natürlich bis auf die Lichthupe, die ist dann doppelt so effektiv. Zebrastreifen sind im übrigen nur lästige Hindernisse, solange die Reifen das Weiße nicht berühren, darf man sie ignorieren.

Im Büro war ich auch schon, die Menschen sind alle äußerst freundlich und wissbegierig. Freue mich schon auf den morgigen Tag und das nähere Kennenlernen. Und gut essen waren wir ebenfalls schon. Bisher waren Entenfüße und Schweineherzen in Scheiben, ersteres würde ich niemandem empfehlen, letzteres war durchaus lecker, das ausgefallenste. An Schweineschwänze (ich vermute es sind die gekringelten) und Königsschlange (keine Ahnung welche das genau ist), haben wir uns bisher noch nicht getraut. Wir heißt: Robbert und ich. Robbert ist ein Freund aus Helsinki, der sich kurzfristig ebenfalls entschlossen hat, einen Abstecher nach China zu machen und über dessen Gesellschaft ich mich sehr freue.

Das Internet ist hier übrigens so ziemlich das letzte, wobei es entweder langsam ist, oder manche Seiten gar nicht erst aufgebaut werden. =(

Später mehr. =)